Wer sein Haus energetisch sanieren möchte, sollte unbedingt die neuen Regeln im KfW 261 kennen – denn sie gelten seit dem 21. Juli 2026 und ändern die Förderlandschaft grundlegend. Denn zwar wurden die Kriterien verschärft, doch gleichzeitig sanken die Zinsen deutlich – ein Grund für Bauherren und Sanierer, genau hinzuschauen.
Denn wer die neuen Konditionen versteht, kann weiterhin von attraktiven Boni profitieren – und zwar sogar mehr als man denkt. Allerdings ist die Komplexität gestiegen, so dass eine frühzeitige Planung fast unumgänglich ist. Daher lohnt sich der Blick auf die Details – denn hier liegen die Chancen für clevere Sanierer.
KfW 261 - das hat sich geändert
Die KfW‑Förderung für das Programm KfW 261 wurde an mehreren Stellen angepasst – und zwar sowohl bei den Standards als auch bei den Zuschüssen. So wird die EE‑Klasse nun verbindlich zur neuen Regel, denn mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien sind jetzt vorgeschrieben. Der bisherige EE‑Bonus über fünf Prozentpunkte entfällt damit, weil er in den Standard integriert wurde.
Zugleich wurden die Tilgungszuschüsse pauschal gekürzt, denn für die Stufen EH 85 und EH 70 gibt es keinen Zuschuss mehr. Lediglich EH 55 EE erhält noch 5 Prozent, während EH 40 EE sogar zehn Prozent bekommt – doch diese Abstufung zeigt die neue Priorität.
Doch diese Kürzungen werden teilweise durch günstigere Zinsen ausgeglichen, weil die Kreditzinsen um 0,5 bis 0,9 Punkte gesenkt wurden. Nun liegen sie zwischen 2,05 % und 2,93 % effektiv p.a. – und zwar deutlich unter den marktüblichen Bauzinsen (3,5 bis 4,0 %). Die Kreditsumme bleibt dagegen unverändert, denn maximal 150.000 Euro pro Wohneinheit sind weiterhin möglich.
KfW-Boni für bestimmte Fälle - das bleibt und das kommt neu
Die KfW 261‑Förderung bietet weiterhin attraktive Boni für besondere Sanierungsfälle – doch diese sind nun anders verteilt als bisher. So bleibt der Worst‑Performing‑Building‑Bonus (WPB) erhalten, denn für Gebäude mit Energieausweis H, Baujahr 1957 oder älter und mindestens 75 % unsanierter Außenwandfläche gibt es weiterhin zehn Prozent zusätzlichen Tilgungszuschuss.
Zugleich wird das serielle Sanieren ausgeweitet, weil den Bonus nun auch für EH 70 EE gibt – bisher galt er nur für EH 40 und 55. Allerdings fällt der Satz dabei von 15 auf fünf Prozent, was eine deutliche Reduzierung bedeutet.
Zusätzlich gibt es einen Bonus für die NH‑Klasse, denn wer das QNG‑Zertifikat für nachhaltiges Bauen erreicht, erhält fünf Prozentpunkte extra. Somit lohnt sich die Förderung besonders für ehrgeizige Sanierer – vorausgesetzt, sie erfüllen die strengen Kriterien.
Die neuen Fördersätze im Überblick - so viel Zuschuss ist möglich
Die folgende Tabelle zeigt die neuen Fördersätze im Überblick, wobei die Effizienzhaus-Stufen EH 85 und EH 70 keinen Zuschuss mehr erhalten:
Zusätzlich möglich: WPB-Bonus (+10 %), NH-Klasse (+5 %), SerSan-Bonus (+5 bis 15 %)
Beispiel: Bei einer Sanierung zum EH 40 EE mit WPB-Bonus und NH-Klasse sind bis zu 25 % Tilgungszuschuss möglich – bei 150.000 Euro Kreditsumme sind das 37.500 Euro Ersparnis.
Fazit: Gezielter fördern – aber clever planen
Die KfW‑Förderung wird gezielter und fordert mehr Einsatz für höhere Boni – denn wer auf erneuerbare Energien setzt und hohe Effizienzstandards erreicht, profitiert weiterhin deutlich. Doch auch für EH 70 und EH 85 bleibt immerhin der zinsgünstige Kredit erhalten – ein echter Vorteil gegenüber marktüblichen Bauzinsen von 3,5 bis 4,0 %.
Allerdings sind die neuen Konditionen komplex geworden, so dass eine frühzeitige Beratung fast unverzichtbar ist. Denn nur wer die Boni geschickt kombiniert, kann die volle Förderung abschöpfen – und zwar ohne böse Überraschungen. Daher gilt: Wer clever plant, der kann trotz Kürzungen ordentlich sparen – und zwar mehr als man auf den ersten Blick denkt.
Also ist die Botschaft eindeutig: Die Förderung lohnt sich weiterhin – aber nur für gut vorbereitete Bauherren und Sanierer. Denn das neue System belohnt Wissen und Planung, während Unwissenheit teuer werden kann.
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